Grundlagen
Veränderungen der Herzfrequenz lassen unmittelbar Rückschlüsse auf physische Vorgänge zu. Sie können über die Entstehung von Krankheiten informieren oder Sportlern präzise Informationen über ihre Fitness geben.
Unerwartete Herzstörungen mit möglichem Herzversagen können frühzeitig diagnostiziert werden. So bietet sich die Möglichkeit, durch Veränderung der Lebensgewohnheiten oder therapeutischer Maßnahmen, gegenzusteuern. Bei Sportlern kann gezielt ein Training absolviert werden, um Über- und Unterbelastungen zu vermeiden.
Bislang fehlte es an geeigneten Messgeräten. Mit dem Var Cor PF 5 lässt sich die Herzfrequenzvariabilität einfach und schnell diagnostizieren. Die Messung ist bereits mehrfach wissenschaftlich erprobt worden und kann innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden.
Produkt
Im Produktumfang sind ein Brustgurt, ein handelsüblicher Pocket PC (HP iPaq 3850) und eine Schnittstellenkarte mit eigenem Prozessor inbegriffen. Die Schnittstellenkarte zeichnet die Mess- werte mit Hilfe des Akkus des Pocket-PCs und dessen Displayfunktion auf. Die gemessenen Werte werden auf dem Pocket-PC gespeichert und auf einen handelsüblichen Laptop übertragen. Dort erfolgt die Auswertung der Messung durch die Var Cor PF 5- Software. Die Auswertung erfolgt innerhalb von 15 Minuten.
Fokus: Was bedeutet Herzfrequenzvariabilität?
Spontane zeitliche Fluktuationen zwischen den einzelnen Herzschlägen weisen auf eine aktive Beeinflussung der Aktivität des Sinusknotens durch verschiedene kardiovaskuläre Kontrollmechanismen hin. Zusätzlich zu der respiratorischen Sinusarrhythmie (0,2 – 0,3 Hz) oszilliert die Herzfrequenz typischerweise auch im Bereich spezieller niederer Frequenzen, meist um 0,05 bis 0,15 Hz und tiefer. mehr
Diese Fluktuationen der Herzfrequenz können durch die Technik der Kraft-Spektrum-Analyse quantifiziert werden, die den Frequenzbereich der Zeitverschiebungssignale berechnet. Das Verhältnis von Low Frequency (niedriger Frequenzbereich; 0,05 – 0,15 Hz) zu High Frequency (hoher Frequenzbereich; 0,15 – 0,50 Hz) ist am ehesten als der Indikator des sympathovagalen Gleichgewichts zu werten. Die Gesamtkraft ergibt sich anschließend durch die Integration des Kraftspektrums von 0,008 bis 0,50 Hz.
Literatur zur Herzfrequenzvariabilität
„Low Heart Rate Variability in a 2-Minute Rhythm Predicts...“
Jacqueline M. Dekker et al.
Herzfrequenzvariabilität_ARIC Study
„Die autonome Dysfunktion der Intensivpatienten“
H. B. Schmidt et al.
Herzfrequenzvariabilität_Autonome_Dysfunktion
„Impact of Reduced Heart Rate Variability on Risk for Cardiac Events“
Hisako Tsuji et al.
Herzfrequenzvariabilität_Framingham Heart Study
„Gegenüberstellung verschiedener Untersuchungsverfahren“
Matthias Marquardt
Herzfrequenzvariabilität_Grundlagen
„Multiple Metabolic Syndrome Is Associated With Lower Heart Rate Variability“
Duanping Liao et al.
Herzfrequenzvariabilität_MMS_HRV
„Heart Rate Variability as a Prognostic Tool in Cardiology“
Maximilian Moser et al.
Prognostic_value_of_HRV
Impressum
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